24. Team EPIC

Crazy Racing Dudes

so soll er einmal aussehen...
so soll er einmal aussehen...

Vorgeschichte:

Hallo Roland,
gerne sind wir auch 2017 für den Mai Termin wieder mit unserem -fast- unzerstörbaren mikroskopisch kleinem Racer, dem Fiat 126p dabei. Die 27 PS waren erstaunilich ausreichend.
Nhdem wir ihn jetzt schon 2 Mal durch die 24 Stunden gebracht haben, ist er 2016 beim Juni Termin durch einen mehrfachen kapitalen Überschlag weichgeklopft. Das Chassis ist kaum mehr zu verwenden. Darum habe wir beschlossen die Gelegenheit beim Schopf zu packen, und dem kleinen 126er fürs nächste Rennen ein paar Schweißnähte und Karosserieteile mehr zu verpassen. Ein cooler fetziger Racinglook ist ja schnell gebastelt, aber fest steht, es wird ein Haufen Arbeit, und bei so einem Evo-Modell ist die Standfestigkeit schwer abzuschätzen.
Aber wir sind ja hochmotiviert und haben schon eine Menge Teile organisiert ;-)
Ich hab dir ein paar vorher-und-nachher-solls-dann-so-aussehen-Fotos mitgeschickt. Das ist zumindest der Plan...bis jetzt
Unverrückbar fest steht auf jeden fall: der Name: Fiat 126 Evo, Monocoque, der Sitz und das Volant kommen in die Mitte, als Mittelmotor ist das zuverlässige 1200er Fiat FIRE Triebwerk (strotzt auch nicht vor PS, überzeugt aber durch 4 Zylinder-statt bisher nur 2) vorgesehen, Lackierung Rot-Weiss so wie man den 126er bereits kennt, und noch ein paar andere Schmankerln. Einziges, aber großes Problem...wo hat das alles Platz? Eigentlich nirgens, aber genau das sehen wir als einen Teil der Herausforderung.
Wir werden den Baufortschritt auf jeden Fall dokumentarisch festhalten und auf der24-stunden-nordring Seite updaten. Vielleicht kommt ja der eine oder andere nützliche Tip retour

The Crazy Dudes:

Gernot Pachler (der Dude)
Günther Näder (the Engineer)
Andreas Hölzl (the Brain)
Robert Wagner (the Duke)
Steffanie Hercog (das Wondergirl)
Markus Bzenetzky ( The Shredder)
..ach ja..so sieht der Wagen im Moment noch aus !
..ach ja..so sieht der Wagen im Moment noch aus !
Lieber Roland,
 
obwohl wir unserem Hauptsponsor beim heiligen Kolben-und Pleuellager schwören mussten, nix Definitives zu verraten...aber man sagt ja nix, sondern redt ja nur...schicken wir ein Update zum Fortschritt beim Zusammenkleben unserer Rennsemmel. Die anfängliche Euphorie hat sich sehr schnell in Panik verwandelt, als sich nach zeitraubender Lektüre der einschlägigen Fachliterartur herausstellt: dass wir vom Rennwagenbau aber sowas von keine Ahnung haben.... 
Gleich zu Beginn gab es auch noch für den neuen Fiat 126 EVO Boliden hier massive Teileprobleme und der schon vor Monaten bei Cosworth bestellte Motor dreht seine Runden statt in Fuglau jetzt mit einem Lotus in Silverstone seine Runden. Durch diesen Rückschlag geläutert, beschlossen die begabteren Schrauber der Crazy-Racing-Dudes als Ersatz das solide Triebwerk eines 1,2 Lancia mit auf Höchstglanz geläppten ferrariroten Ventildeckel in die Schlacht zu werfen. Einer dicken und großzügigen Unterstützung des Werkssponsors sei Dank!

Die Unberechenbarkeit des Kurses macht uns bei der Wahl des richtigen Fahrwerkes aber nach wie vor zu schaffen. Die schnell wechselnden Fahrbahnverhältnisse und Wetterkapriolen provozieren einen Reifenpoker, der oft erst kurz vor dem Start entschieden wird. Bisher setzten wir regelmäßig auf Intermedia Reifenmischungen, oft in der Hoffnung,  damit auf der gesamten Streckenlänge kontinuierlich Vorteile einfahren zu können. Stück für Stück wenigstens…sofern alles andere auch mitspielt.

 Gernot (Der "Dude"), ein alter Haudegen und bestens bekannter All-Time-Racer , dem die langjährige Erfahrung aus dem braungebrannten, zerfurchten Gesicht abzulesen ist, klärt uns bei einem amikalen Werkstattbier dazu erschütternd auf:

" Du musst permanent höllisch aufpassen. Der Kurs setzt sich aus so vielen Unbekannten zusammen, und macht es nahezu unmöglich ein perfektes Set-up für eure Rennmaschine zu finden. Passt du einmal zu wenig auf, und damit meine ich auch eine nur eine einzige, kleine Unaufmerksamkeit…wie das kuze, lässige Winken des Fahrers zum Publikum, oder einmal im falschen Moment einen Tick zu lange aufs Armaturenbrett geschaut (warum ist der Öldruck so gering !), schon fordert die Unbarmherzigkeit der Strecke ihren Tribut von Mensch und Material.  Hast du den Start einmal hinter dich gebracht, dann bist du auf der Strecke völlig auf dich alleine gestellt. Vollste Konzentration auf Kurven und Motor ist dann angesagt. Du musst eine Einheit mit Maschine und Strecke werden- das ist wahres Rennkarma auf ganz hohe Stufe. Keine Fehler machen und immer ein gutes Gefühl während des ganzen Rennens haben, dann bist du auch mental stark genug um diese Prüfung zu bestehen. Viele nehmen die Herausforderung zu leichtfertig oder haben nur ungenügendes Material. Hast du versehentlich die falsche Oktanzahl im Tank, und dann schlägt auch noch während dem Lauf das Wetter um, vielleicht auch mehrmals die Ideallinie durch die Schikane verpatzt, dann genügen schon ein- zwei Verbremser dass du nur mehr mit dem stumpfen Schwert der Hoffnung bewaffnet, im Ziel auf das Versagen der Anderen warten musst, um nicht in ewige Vergessenheit zu geraten."

Harte Worte von einem alten Haudegen. Wir werden versuchen, diese Erfahrungen auch konstruktiv in den EVO einfliessen zu lassen. Dafür ist ja noch reichlich Platz wie man auf den Fotos erkennen kann. Im Vordergrund der entkernte Fiat126, dahinter liegt der Organspender schon auf dem OP-Tisch. Erfolgreiche Anprobe des Fiat mit seinem neuen Herzen...passt gottseidank.  Und der Chefkonstrukteur sagt...der Rest sind ein paar Kleinigkeiten und 2 Spraydosen roter Lack. Wir werden sehen...und berichten
 
Mit Achs- und Pleuelbruch von den Crazy-Racing-Dudes aus Ebreichsdorf
Andreas

..jetzt gehts los :

Logbuch der Crazy Racing Dudes, Sternzeit 2.März 2017, Eintrag von Andreas (The Brain):
 
Der Herr Botschafter des Benzin, der Pleuelstange und der stählernen Kurbelwelle, der Professor des Autodroms der Fuglauer Nordschleife, der Cheforganisator  Roland David, der weiß, wie man eine 24-Stundenparty schmeißt. Mit dem 24-Stunden-Nordring-Race- lässt er alljährlich die FIA wirken wie ein Buchhalter-Meeting bei der Post. Die Streckenführung ist immer  etwas, was alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Die Unberechenbarkeit des Kurses machte vielen Teams zu schaffen -so etwas hatte es bisher noch nie gegeben. Die gewaltige Anzahl an Kurven, Fahrerwechsel, Boxen-und Lulustopps, Jausenpausen und verschraubter Stunden -jedes Jahr mussten sich die Teams erneut in diesen hochselektiven Herausforderungen bewähren- und das sind bei Gott nicht die einzigen Stressfaktoren. Da ja auch in feinjustierten Unterkategorien gestartet wird, gilt es neben der Wertung in der eigenen Klasse auch noch die Chancen auf den Gesamtsieg zu verteidigen.
Einen der Höhepunkte stellt unbestritten die vor einiger Zeit ins Leben gerufenen "Modified Class" dar. Nein, das sind keine seriennahen Fortbewegungsmaschinen, auch keine Tourenwagen, Rennwagen, Buggies und was sonst noch so alles von der FIA in den schon ewig gewohnten Schubladen des Motorsports zu finden ist. Nein, diese sogenannte Modified Class, das sind die Teile die wir schon als Kind auf den Rennstrecken vermisst haben.   Viele dieser Renngeräte, gefertigt in mühevollen Stunden aus edlem Kruppstahl, sauber legiertem Aluminium und polierten Motoren sehen brachial aus, aber wenn sie gestartet werden setzen sie dem Ganzen noch eines drauf.
Unbarmherzig brüllen sie los, zerren am Gaspedal und wollten freigelassen werden. Der Nordring wird von einer Klangwolke vernebelt, Österreich erzitterte, die Erdrotation passt sich dem Verlauf des Kurses an. Infernalischer Motorenlärm, verwackelte Cockpitaufnahmen einer Onboard-Kamera und mystische Schwarz-Weiß-Bilder von der wolkenverhangenen Fuglauer-Rennstrecke dokumentieren alljährlich die wilde Hatz.
Und DAS soll er werden, der modifiedeste und schnellste Fiat 126 EVO  der je gebaut wurde. Den unendlichen Weiten des Hubraums sei Dank. Keine schnöden Servohilfen, keine Traktionskontrolle, keine Begrenzer, kein ABS. Einfach Motorsport pur. Die brachiale Kraft wird direkt und unvermittelt über ein  schlecht synchronisiertes Getriebe an die Hinterachse abgegeben. - und der Oktoberfestmaßgrosse 4-Takt Motor –Type Fiat FIRE 1,2 -mit einzelner obenliegender liegender Nockenwelle  und 60 bandscheibenzerlegenden PS ist schuld daran. Ab 2020 soll der Racer angeblich in Serie gehen, sagt uns Chefmechaniker Gernot (Der Dude) unter vorgehaltender Hand. ....und der Nordring dient angeblich nur als Schaulauf zwischen den Erprobungsfahrten auf dem Nürburgring und Westafrika...
 
So haben es die Crazy Racing Dudes zumindest vor einem Jahr geplant und es ist nach all den langen eiskalten Wintertagen noch immer tief in den Gehirnen verankert.
 Zum heutigen Stichtag bilanziert die Realität eher...eiskalt:
Rahmen fertig (fast), Fahrwerk liegt daneben (das halbe zumindest), Motor komplett als Explosionszeichnung auf der Werkbank (bis auf die Teile die noch fehlen), Außenhaut angepasst (aber noch ohne Scheiben und Lack), für die Spielerei mit einer funktionierenden Schaltung-Kupplungszug-Gaszug-Lenkungs-Kombination gibt's angeblich schon eine Idee...hams xagt. Und durch das sich in Maxxgeschwindigkeit aufweitende Loch in der Rennkassa kann der Lauda einen seiner alten F1 Slicks durchwerfen. Aber wir haben beim heiligen Zündfunken geschworen niemals aufzugeben und die Lötkolben und Schraubenschlüssel zu schwingen bis sich der Fiat126 EVO aus eigener Kraft über die geheiligten Gründen des Fuglauer Nordringes katapultiert!
 
Mit Achs- und Pleuelbruch von den Crazy-Racing-Dudes aus Ebreichsdorf
Andreas

 

 ...das startgeld bei der le mans historique beträgt 5450 ,- euro

...die reine fahrzeit beträgt dabei lediglich wenige stunden

...die teilnehmenden rennfahrzeuge kosten bis zu

3 mill euro...

 

unser startgeld: 80 euro

unsere fahrzeit: 24 stunden

unsere wagen: ab 100 euro


am 19/20. Mai 2017 sowie 23-24 Juni 2017 um 16 uhr; 

24 volle stunden über den nordring bei fuglau, teils asphaltiert, teils schotter, keine beleuchtung bei nacht, keine tankstelle...

 

keine Ahnung wer dieses facebook betreut...?

Entwurf Hans Schubert - danke !

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